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Das Schöne am Nähen für Karneval ist ja immer, dass es nicht perfekt sein muss. Das kann meiner Meinung nach jeder, es braucht ein bisschen Kreativität, etwas Geschick und Geduld.. Und wenn man am Ende noch Kleber oder den Tacker in die Hand nimmt, ist das auch in Ordnung. Zu unserem offenen Nähtreff kann man immer auch gerne mal für eine Stunde vorbeikommen und sich etwas Hilfestellung geben lassen. Bitte aber unbedingt vorher anmelden, gerade in der Karnevalszeit.

Wir zeigen euch hier mal ein paar Beispiele aus unseren letzten Jahren. Es soll anregen und Mut machen, einfach mal anzufangen. In Köln gibt es immer mehr neue Karnevalsläden, wo billige Kostüme aus Voll-Polyester in Einheitsgrößen angeboten werden. Und besonders billig sind sie meist auch nicht. Ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen der Näherinnen, die diese „Chinaware“ herstellen. Das können wir doch besser…

Der Lappenclown

Der Klassiker bei den Kölner Karnevalskostümen ist immer noch der Lappenclown.
Als Grundlage dient hier ein Kleidungsstück, was man „bestücken“ kann. Und dann heißt es erstmal viele, viele Stoffe am besten mit der Zackenschere in gleich große Stücke zu schneiden.
Dabei kann man sich ein Thema geben – entweder ganz klassisch in Rot/Weiß oder einfach bunt drauf los.
Wie viele Stoffstücke man braucht, hängt natürlich von der Größe der Stücke und der Größe des Kleidungsstückes ab.

Einfach mal anfangen. Aufgenäht wird es dann in Runden und immer unten beginnen. In der nächsten Runde sollten die Stücke dann die Naht überdecken. 

Nach dem gleichen Prinzip wird auch der Fisch genäht. Als Grundlage dient hier ein langes Shirt oder Kleid und die Schuppen werden natürlich unten halb rund geschnitten. In verschiedenen Blautönen hat es einen tollen Effekt, wenn ein bisschen Glitzer eingebaut wird. Entweder durch schicke Glitzerstoffe oder wie wäre es mit einer Rettungsdecke für Gold oder Silber?

Der Umhang

Für das Rotkäppchen hat Antonia in meinem Kids-Kurs einen Umhang genäht.
Einen Umhang zu nähen ist wirklich kinderleicht, auch mit Kapuze. Ohne Schnittmuster nur mit der gewünschten Länge, haben wir den aus dem Stoff einen Kreis ausgeschnitten. In diesem Fall haben wir ihn doppellagig genäht, also 2 gleichgroße Kreise.  Das setzt schöne Akzente und ist viel leichter zu nähen, da man sich keine Gedanken um die Kanten und Säume machen muss.

Unser Klassiker aus schwarzem Satin außen und rotem Satin innen (oder umgekehrt) wird fast jedes Jahr einmal aus dem Karnevalsschrank genommen. Man kann ihn für alle dunklen Gestalten wie Vampir, Dracula usw. nutzen, aber auch die Hexe funktioniert damit. Ein Super-Basic Teil, was sich jedes Jahr leicht abwandeln läßt. Mit einem Band vorne zum Schließen bekommt ihr das ganz bestimmt in 2 Stunden hin…Versprochen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert übrigens auch der Tellerrock.

Der Elefant

Auch die Teile für den Elefant kann man gut Selbermachen. Als Grundlage dient hier einfach eine graue Hose – oder Stumpfhose – ein grauer Vliespulli und eine graue Mütze. Für die Beine haben wir ein paar Stulpen aus grauem Filz genäht. Oben hält sie ein Gummizug an der richtigen Stelle und unten wurden in weiß noch ein paar Zehen aufgenäht. Ihr könnt sie auch so weit gestalten, dass sie über die Schuhe drüber hängen.

Der Rüssel ist ein genähter Schlauch an einer Seite geschlossen und mit Watte gefüllt. Wenn ihr ihn auf die Mütze näht, schaut nur, dass er euch nicht völlig im Gesicht hängt. Und dann natürlich die Ohren: die haben wir auch doppellagig genäht und dazwischen noch eine Schicht Watteline miterfaßt. So stehen sie schön ab. Das Zubehör für eure Nähprojekte bekommt ihr übrigens auch bei uns im Laden. Wir führen nur vereinzelte Karnevalsstoffe, aber Füllwatte, Einlage und viele Stoffe in Uni und gemustert haben wir immer da. 

Nun noch die Ohren an die Mütze und ihr seid nicht nur einzigartig und besonders verkleidet, sondern auch warm…

Der Bär

Das Kostüm hat mein Sohn mit meiner Hilfe selbst genäht, als er 12 Jahre alt war. Also ganz sicher: das bekommt ihr auch hin.

Hierfür haben wir allerdings ein Schnittmuster in seiner Größe gekauft und dann nach Schnittmuster zugeschnitten und genäht.
Wir haben es extra lang mit Gummi an den Beinen und Armen gemacht, so hielt es locker 2 Jahre. 

Mit etwas Kreativität reicht hier auch ein Schnittmuster für viele verschiedene Kostüme. Einfach jeweils ein paar kleine Details und den Stoff ändern und schon wird aus einem Bär ein Känguru, Löwe oder Dinosaurier.

Die Narrenkappe

Und zuletzt noch unsere beliebte Narrenkappe. Um die zu nähen, könnt ihr euch hier die kostenlose Anleitung mit Schnittmuster runterladen. Oder ihr meldet euch noch für die letzten Plätze Saison-Nähen am Freitag, den 12.1. um 19h an. Da näht jeder unter Anleitung seine eigene Narrenkappe. 

Ich persönlich mag ja immer den ganz einfachen Schnitt am liebsten und der Effekt kommt über die verschiedenen Materialien und Verzierungen. Wer nun gar keine Lust zum selber nähen hat, kann mich auch gerne für Anfertigungen ansprechen. Wenn genügend Zeit ist, mache ich das auch schon mal. Einfach anfragen

Oder ihr habt Lust mit Freundinnen ein Gruppenkostüm herzustellen? Wir machen  individuelle Termine als „Nähparty“, an denen wir beraten und helfen während ihr eure eigenen Vorstellungen mit unserm Know-how und unserem Equipment umsetzt.